Restmagnetfeldprüfung an nichtmagnetischen Bohrkragen
Restmagnetismus in nichtmagnetischen Bohrkragen kann Bohrlochmessungen verfälschen und Bohrarbeiten gefährden. Die Restmagnetfeldprüfung erkennt solche Magnetfelder zuverlässig vor dem Einsatz.
Die Herausforderung
Bei der Richtbohrung dürfen Bohrkragen die kompassbasierte Navigation nicht beeinflussen. Mechanische Bearbeitung, Wärmebehandlung oder Transport können lokale magnetische Anomalien („HotSpots“) verursachen. Gemäß API Spec 7 darf die Abweichung ±0,05 µT nicht überschreiten. Eine präzise Restmagnetfeldprüfung ist daher für Bohrgenauigkeit und Betriebssicherheit unerlässlich.
Die Lösung
Die Restmagnetfeldmessung erfolgt mit MAGNETOSCOP oder MAGNETOMAT in Kombination mit einer Differenzsonde. Die Prüfung kann mit bewegter Sonde oder rotierendem Bohrkragen durchgeführt werden. Die Differenzmessung reduziert Umwelteinflüsse. Datenerfassung und Auswertung erfolgen mit der MAGDATA HotSpot Software einschließlich API-konformer Berichterstellung.
Das Ergebnis
Das System ermöglicht die zuverlässige Erkennung magnetischer Anomalien innerhalb der in API Spec 7 definierten ±0,05 µT. Die Differenzmessung erhöht Sensitivität und Reproduzierbarkeit unter kontrollierten Umgebungsbedingungen. Automatisierte Auswertung und Dokumentation unterstützen die normgerechte Freigabe nichtmagnetischer Bohrkragen.