Magnetische Kennwerte zuverlässig erfassen und Materialien gezielt bewerten. Die KOERZIMAT 1.097 Produktfamilie bietet präzise Messsysteme zur Charakterisierung magnetischer Werkstoffe und Komponenten. Je nach Messaufgabe lassen sich die Koerzitivfeldstärke HCJ, die vollständige J-H-Hysterese sowie die gewichtsspezifische Sättigungspolarisation σs und volumenspezifische Sättigungspolarisation Js bestimmen. So können Werkstoffe charakterisiert und Veränderungen durch Herstellungs- und Bearbeitungsprozesse zuverlässig überwacht werden.
Der KOERZIMAT 1.097 HCJ ermöglicht die schnelle und weitgehend geometrieunabhängige Bestimmung der Koerzitivfeldstärke im offenen Magnetkreis nach IEC 60404-7. Typische Anwendungen reichen von der Kontrolle des Sintergrades und der Korngröße bei Hartmetallen bis zur Qualitätskontrolle weichmagnetischer und elektromechanischer Komponenten.
Der KOERZIMAT 1.097 J-H erweitert den KOERZIMAT 1.097 HCJ um die Messung der vollständigen J-H-Hysterese inklusive Neukurve weichmagnetischer Werkstoffe. Die Messung an Rundstab- und Blechproben liefert wichtige magnetische Kennwerte und unterstützt die Materialauswahl und Qualitätskontrolle beispielsweise für elektromagnetische Komponenten, Aktuatoren und Sensoren.
Der KOERZIMAT 1.097 MS bestimmt die gewichtsspezifische Sättigungspolarisation σs und volumenspezifische Sättigungspolarisation Js weitgehend unabhängig von der Probengeometrie nach IEC 60404-14. Das System eignet sich insbesondere zur Qualitätskontrolle von Hartmetallen und pulvermetallurgischen Werkstoffen sowie zur Charakterisierung weichmagnetischer Materialien und magnetischer Phasen in Stahllegierungen.
Damit deckt die KOERZIMAT Produktfamilie ein breites Spektrum von der Qualitäts- und Prozesskontrolle über die Werkstoffcharakterisierung bis hin zu Forschung und Entwicklung ab.
Umfassende Werkstoffcharakterisierung: Bestimmung verschiedener magnetischer Kennwerte mit der KOERZIMAT Produktfamilie
Koerzitivfeldstärke: Präzise Bestimmung von HCJ nach IEC 60404-7
Hysteresemessung: Bestimmung der vollständigen J(H)- und B(H)-Hysterese inklusive Neukurve
Sättigungspolarisation: Bestimmung von σs und Js nach IEC 60404-14
Magnetische Materialanalyse: Bestimmung magnetischer Materialanteile und Phasen
Flexible Probengeometrien: Untersuchung unterschiedlicher Werkstoffe, Komponenten und Probenformen
Messsoftware: Steuerung und Auswertung von Einzel- und Serienmessungen
Datenmanagement: Speicherung, Reporting und Export von Messdaten
Normen
ASTM B886
beschreibt das Verfahren zur Bestimmung der Sättigungsmagnetisierung von gesinterten Hartmetallen.
ASTM B887
beschreibt das Verfahren zur Bestimmung der Koerzitivfeldstärke von gesinterten Hartmetallen.
EN IEC 60404-14
beschreibt die Bestimmung des Magnetische Sättigungsdipolmoment jS mittels Momentspulen im offenen Magnetkreis. Der Vorteil der beschriebenen Methode liegt in der Möglichkeit, Proben weitestgehend geometrieunabhängig zu messen. Die Anfertigung von speziellen Messproben ist nicht erforderlich.
EN IEC 60404-7:2020
beschreibt die Bestimmung der Koerzitivfeldstärke im offenen Magnetkreis. Der Vorteil der beschriebenen Methode B liegt in der Möglichkeit, Proben weitestgehend geometrieunabhängig zu messen. Die Anfertigung von speziellen Messproben ist nicht erforderlich.