Hochpräzise Koerzitivfeldstärkemessung jenseits der VSM-Grenzen
Hochpräzises Koerzitivfeldmessgerät (0,2 A/m = 0,0025 Oe) zur Ergänzung der Genauigkeitsgrenze des VSM und zur Ermittlung der inneren Spannungen durch Trocknung des Kunststoffzements
Die Herausforderung
Moderne weichmagnetische Werkstoffe für Elektromobilität und erneuerbare Energien erfordern extrem niedrige Koerzitivfeldstärken – häufig unter 50 A/m, in Spitzenentwicklungen sogar im Bereich von 1 A/m. Vibrating Sample Magnetometer (VSM) erreichen jedoch nur im Bereich mehrerer hundert A/m eine verlässliche Messgenauigkeit. Messabweichungen von mehreren zehn A/m machen eine präzise Charakterisierung ultraniedriger Werte praktisch unmöglich. Zusätzlich verfälschen Eigenspannungen durch Probenfixierung (z. B. Kunststoffkleber) die Messergebnisse.
Die Lösung
Der KOERZIMAT HCJ misst die Koerzitivfeldstärke mit einer Genauigkeit von 0,2 A/m (0,0025 Oe) gemäß IEC 60404-7 im offenen Magnetkreis. Eine mechanische Einspannung oder Verklebung der Probe ist nicht erforderlich, wodurch keine zusätzlichen Spannungen entstehen. Das geometrieunabhängige Verfahren erlaubt präzise Messungen sehr niedriger Koerzitivwerte innerhalb weniger Minuten.
Das Ergebnis
Ultraniedrige Koerzitivwerte im Bereich von etwa 1 A/m lassen sich zuverlässig bestimmen. Die hohe Messgenauigkeit schließt die Lücke konventioneller VSM-Systeme und unterstützt die Entwicklung hocheffizienter weichmagnetischer Werkstoffe. Eine präzise Koerzitivitätsmessung trägt unmittelbar zur Reduzierung von Energieverlusten in elektromagnetischen Anwendungen bei.